{"id":33,"date":"2010-08-31T17:00:55","date_gmt":"2010-08-31T17:00:55","guid":{"rendered":"http:\/\/eitzen.at\/?p=33"},"modified":"2016-01-25T14:51:22","modified_gmt":"2016-01-25T14:51:22","slug":"alleine-am-hauptplatz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/eitzen.at\/index.php\/alleine-am-hauptplatz\/","title":{"rendered":"Alleine am Hauptplatz"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_15\" style=\"width: 561px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-15\" data-attachment-id=\"15\" data-permalink=\"https:\/\/eitzen.at\/index.php\/alleine-am-hauptplatz\/pluenderung\/\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/eitzen.at\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/pluenderung.jpg?fit=720%2C478&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"720,478\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"pluenderung\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-medium-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/eitzen.at\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/pluenderung.jpg?fit=300%2C199&amp;ssl=1\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/eitzen.at\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/pluenderung.jpg?fit=640%2C425&amp;ssl=1\" class=\"wp-image-15 \" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/eitzen.at\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/pluenderung.jpg?resize=551%2C366\" alt=\"pluenderung\" width=\"551\" height=\"366\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/eitzen.at\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/pluenderung.jpg?w=720&amp;ssl=1 720w, https:\/\/i0.wp.com\/eitzen.at\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/pluenderung.jpg?resize=300%2C199&amp;ssl=1 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 551px) 100vw, 551px\" \/><p id=\"caption-attachment-15\" class=\"wp-caption-text\">(c) Gregor Schlatte<\/p><\/div>\n<p><strong>17h00:<\/strong> Ganz alleine &#8211; Ein bischen ungut f\u00fchl ich mich schon. Wie werden die Gesch\u00e4ftsleute die Aktion aufnehmen? Treffe ich wieder auf Ernst? Nun genau unter der Weikhard Uhr verbringe ich meine ersten 5 Minuten, OHNE dass mich irgendwer anspricht, geschweige denn sich Geld aus dem Teller nimmt.<\/p>\n<p><strong>17h05:<\/strong> Paparazzi. Pl\u00f6tzlich schwirrt eine Megaphon Fotographin um mich und schie\u00dft Bilder. Spricht mich an und erz\u00e4hlt mir von meinem Meister Thomas S. \ud83d\ude42 Nat\u00fcrlich kenn ich den. Von Ihm stammt ja die Originale Idee. Dann pl\u00f6tzlich noch eine Dame mit Filmkamera von Puls4 oder Plus7 oder so. Filmt mich aus 2 Metern Entfernung. Das wird mir dann doch zu viel. Ich bitte Sie entweder mit Tele aus der Entfernung zu filmen oder abzubrechen, weil der Sinn und Zweck der Aktion ist ja mit Menschen zu sprechen und da ist eine laufende Kamera kontraproduktiv.<\/p>\n<p><strong>17h10:<\/strong> Pl\u00fcnderung Reloaded. \u00c4hnlich wie beim Dom, entdeckt mich eine Frau aus dem Ausland. Zuerst versucht sie mir klarzumachen, dass sie leider nichts hat, was sie mir geben k\u00f6nnte. Das Schild mit &#8220;Geld verschenken&#8221; kann sie nat\u00fcrlich nicht verstehen. Ob ich mir eine serbokroatisch, slowakisch, romaneske Version des Schriftzuges zulegen sollte? Aufgrund der ersten Lehre befinden sich in meinem Teller heute nur 25 \u20ac, aber auch die werden flugs eingesammelt. Verst\u00e4ndlich wenn ich Kinder h\u00e4tte, denen ich Abfall zum Essen geben muss, ich w\u00fcrde auch alles nehmen.<\/p>\n<p><strong>17h15:<\/strong> Warums so gut tut. Endlich auch ein paar Leute die nicht nur Grinsen und vorbeihetzen, sondern nachfragen, \u00dcbereinstimmung signalisieren und es einfach gut finden. Und dann mein Highlight \ud83d\ude42 Eine Mutter mit Kind (ca. 11 Jahre) tritt heran und fragt mich, was ich da mache? Ihr Kind wolle es wissen. Endlich eine Gelegenheit einen jungen Menschen davon zu erz\u00e4hlen. Davon, dass \u00d6sterreich das achtreichste Land der Welt ist, und dass wir die Normalb\u00fcrger der Mittelschicht jeder soviel Geld haben, dass wir uns alles m\u00f6gliche leisten k\u00f6nnen. Und doch ist Geld doch nur dann sinnvoll, wenn es hilft andere Menschen gl\u00fccklich zu machen. Kaufen um des Kaufens willen ist eine Unsitte unserer Zeit. Mit 30 \u20ac pro Monat k\u00f6nnen wir ein Kind in Afrika ern\u00e4hren und in die Schule gehen lassen! Ein verst\u00e4ndiges L\u00e4cheln im Gesicht des Kindes l\u00e4sst mich hoffen, dass unsere Welt doch noch einen Weg finden k\u00f6nnte:<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>MIT einander zu leben und F\u00dcR einander da zu sein<\/strong><\/p>\n<p><strong>17h25:<\/strong> Refill und Gruppenschaufeln. Best\u00e4rkt durch dieses gute Gespr\u00e4ch beschlie\u00dfe ich nochmal nachzuladen. Ich hole mir noch ein paar M\u00fcnzrollen aus der Bank und f\u00fclle mein Teller erneut. Frohen Mutes &#8211; Doch die M\u00e4r vom wundersamen Teller hat sich in Windeseile verbreitet. Die Frau bringt ihre FreundInnen mit und das Teller ist binnen weniger Minuten wieder leer. Und auch hier wieder, diesmal leider zu sp\u00e4t kommt ein Mann diesmal aus Herrmannstadt, Rum\u00e4nien. Leider &#8211; kein einziger Cent mehr im Teller. Er bittet mich um Geld, doch 50 \u20ac auch dieses mal verschenkt, sage ich Nein es t\u00e4te mir leid, l\u00fcge ich h\u00e4tte kein Geld mehr. Auch ich habe meine Grenzen?<\/p>\n<p><strong>17h30:<\/strong> Zwa K\u00e4sekrainer mit Senf f\u00fcr die Seele. Nun da ich meine Alleinepr\u00fcfung bestanden zu haben glaubte, merke ich wie hungrig ich bin. Also auf eine K\u00e4sekrainer zum Stand gegen\u00fcber. Auf dem Weg dorthin, treffe ich nochmal auf den Mann aus Rum\u00e4nien. Wieder h\u00e4lt er mir seinen Zettel mit bruchst\u00fcckhaftem Deutschtext hin und bittet um etwas zu Essen. Es soll wohl so sein. Also nicht EINE K\u00e4sekrainer sondern ZWEI. Ich erz\u00e4hle ihm von meiner Mutter aus Sibiu (dt. Hermannstadt) und dass sie im Krieg als Kind nach \u00d6sterreich fl\u00fcchten musste. Gl\u00fccklich verschlingt der Mann die Wurst. Gl\u00fccklich esse ich mit dem Mann aus Rum\u00e4nien zu Abend.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Merke: Es ist nie zu sp\u00e4t zu helfen, man kann immer umdrehen <\/strong><br \/>\n<strong>und ein St\u00fcck des Weges zur\u00fcckgehen. <\/strong><\/p>\n<p><strong>Zu sp\u00e4t ist es nur, wenn man nicht mehr helfen WILL!<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>17h00: Ganz alleine &#8211; Ein bischen ungut f\u00fchl ich mich schon. Wie werden die Gesch\u00e4ftsleute die Aktion aufnehmen? Treffe ich wieder auf Ernst? Nun genau unter der Weikhard Uhr verbringe ich meine ersten 5 Minuten, OHNE dass mich irgendwer anspricht, geschweige denn sich Geld aus dem Teller nimmt. 17h05: Paparazzi. 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